Was ist shop4me?

shop4me ist ein lokales Lebensmittelversorgungssystem während der Coronavirus-Pandemie, das wir als Pilotprojekt für unser Gebäude im Berliner Möckernkiez ins Leben gerufen haben. Mittlerweile versorgen wir auch Menschen aus anderen Gebäuden im Möckernkiez. Wir haben am 23. März 2020 mit ersten Auslieferungen begonnen.

Dies ist eine rein private Initiative und wird von Freiwilligen getragen.

Warum braucht man so etwas wie shop4me?

Wir möchten Menschen, die ein erhöhtes Risiko tragen, entweder gesundheitlich oder als potenzielle Überträger, ein kostenloses Angebot machen, das es ihnen ermöglicht, zu Hause zu bleiben ohne Angst, nicht mit Lebensmitteln oder Dingen des täglichen Bedarfs versorgt zu sein.

Je weniger Menschen sich in die Hotspots, wie z.B. Supermärkte, begeben, desto geringer die Kontaktdichte und potenzielle Verbreitung des Virus.

Dieser Artikel der Washington Post erklärt sehr gut und visuell, warum das relevant ist: Zum Artikel (in Englisch)

Wie funktioniert das System?

Montags bis samstags besorgen wir Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs bei lokalen Geschäften, in unserem Fall einem Discounter, einem normalen Supermarkt, einem Bio-Supermarkt, einer Drogerie und einer Apotheke.

Anfragen für diese Geschäfte können bis jeweils 17:00 über das Formular HEUTE gestellt werden, und die Lieferung erfolgt am gleichen Abend zwischen 18:00 und 21:00.

Wir übernehmen bei Bedarf auch davon abweichende Anfragen, z.B. wenn ein Rezept abgeholt werden muss oder ein Gang zum Tierarzt. Hierfür steht das Formular EXPRESS bereit. Diese Anfragen werden mit Priorität von uns bearbeitet und wir bemühen uns, diese so zeitnah wie möglich zu erledigen.

Telefonische Bestellungen sind ebenfalls möglich. Wir bevorzugen aber, wenn über das System angefragt wird.

Wer selbst nicht zur Risikogruppe gehört und unser Projekt unterstützen möchte, kann uns über das Formular HELFEN erreichen.

Sobald eine Anfrage eingeht, wird diese automatisch in unser Task-Board eingetragen, je Geschäft ein Eintrag. So können wir die Besorgungen bündeln und besser erledigen.

Warum nutzt Ihr nicht einfach Online-Lieferservices von Supermärkten?

Diese Dienste sind derzeit in Berlin stark überlastet und akzeptieren keine neuen Kunden. Die nächsten verfügbaren Lieferzeiten sind oft erst in drei Wochen. Diese Dienstleistungen sind daher für unsere Zwecke derzeit nicht ausreichend. Wenn sich dies in Zukunft ändert, werden wir unser Angebot dahingehend ergänzen.

Wie funktioniert die Bezahlung?

Als Organisatoren der Initiative spenden wir ehrenamtlich unsere Zeit und unser Know-How, um das System zu erstellen, pflegen und zu verbreiten. Freiwillige erledigen die Einkäufe. Daher fallen keine Versandkosten an.

Die Zahlung für jede Lieferung kann per Banküberweisung, PayPal oder (falls erforderlich) in bar nach der Lieferung erfolgen. Wir strecken momentan also den Kaufbetrag vor. Neue Bestellungen können erst dann erfolgen, wenn der ausstehende Betrag erstattet wurde.

Da unser System für einen kleinen, lokalen Kreis gedacht ist, setzen wir auf das Vertrauensprinzip. Sollte die Masse an Bestellungen irgendwann so groß werden, dass wir nicht mehr in Vorleistung gehen können, müssen wir uns etwas Neues überlegen. Aber für den Moment klappt das sehr gut.

Was passiert mit meinen Daten nach einer Bestellung?

Auch in Zeiten von Corona ist uns Datenschutz sehr wichtig. Für die Dauer der Bestellabwicklung werden Eure Daten in unserem Kanboard (eine digitale Aufgabentafel) abgelegt. Wir machen außerdem für jeden Kauf ein digitales Foto des Kassenbons, den wir Euch zur Lieferung dazulegen.

Sobald der Warenwert erstattet wurde, und der Vorgang damit als abgeschlossen gilt, löschen wir alle Bestellungsdetails und es bleiben nur noch die übergeordneten Daten erhalten: Datum, Name, Lieferort, Geschäft, aus dem bestellt wurde, Bezahlstatus und Summe.

Wie vermeidet Ihr, als Hamsterkäufer abgestempelt zu werden?

Diese Frage könnte sich stellen, wenn wir beispielsweise fünf Packungen Toilettenpapier kaufen sollen, jeweils ein Packung für fünf Parteien. Wir hoffen einfach, dass wir den Supermärkten unser System glaubhaft erklären können. Und die Menschen, die bei uns bestellen, tun dies eher regelmäßig in kleineren Mengen.

Warum ist die Zielgruppe der Webseite räumlich so eingeschränkt?

Unser System basiert darauf, dass sich die Menschen kennen und gegenseitig vertrauen. Um zu entscheiden, welche Shops sinnvoll eingebunden werden können, sind lokale Kenntnisse erforderlich. Außerdem ist es sinnvoll, den Besorgungsradium klein zu halten, um das Virus nicht durch die ganze Stadt zu verteilen.

Deshalb begrenzt sich unsere Initiative auf unser Gebäude und den angrenzenden Möckernkiez. Das ist die Grenze dessen, was wir logistisch handhaben können.

Um die Idee dennoch in die Breite zu tragen, bieten wir interessierten Nachbarschaften aber unbedingt unsere Hilfe an, dieses System einzurichten und auf ihren Bedarf anzupassen! Wie, steht gleich im Anschluss…

Für alle, die etwas mit einem breiteren Radius in Berlin suchen, empfehlen wir Quarantäne Helden oder Coronaport.

Kann ich mein eigenes shop4me-System betreiben?

Ja, absolut! Das ist Teil der Idee. Unser System kann für Eure Nachbarschaft eingerichtet und an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Bitte kontaktiert uns, um herauszufinden, wie dies am besten funktioniert. Wir können auch bei technischen Fragen helfen.

Could I use this system in other places and with different languages?

Because the pilot project is in Berlin, we set this system up in German. But it is no problem to use it for other regions and with other languages!

Welche Technologien werden verwendet?

Dies ist Version 2 des shop4me Systems.

Diese Seite läuft auf WordPress, gehostet von EZPZ Hosting.
Die Formulare sind Contact Form 7 Formulare, die über SendGrid in ein Kanboard gespeichert werden.
Die Telefonnummer ist eine Sipgate Voice Over IP (VOIP)-Nummer, die über Fritz!FON an ein altes iPhone bzw. die Apple Telephone App weitergeleitet wird.

Die Bestellformulare auf V1 von shop4me waren Google Forms und haben die Ergebnisse in Google Sheets gespeichert.

Wer steckt hinter der Initiative?

shop4me ist eine Idee und wird getragen von Samsarah Lilja und Jon Worth, die im Möckernkiez 12 leben.

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